Wattwanderung Sahlenburg - Neuwerk
Neuwerk 2005 – vom 18. auf den 19. Juni
Am Samstag, den 18. Juni 2005, machten sich 6 Tinkerfreunde mit ihren Puschelpferdchen und ein Araber/Mix mit Besitzerin auf nach Sahlenburg. Bei so vielen Hotties brauchten wir natürlich noch einen TT! Diesen gab Klaus ab, unser “Hahn im Korb”. Er sollte vor allem ein paar töffe Fotos von uns im Watt knipsen. Was ihm wirklich gelungen ist, auch wenn nicht immer die Schecken im Mittelpunkt standen. “g”
Nach einer ca. 3-stündigen Anreise aus Kiel, Raum Hamburg und Minden trudelten wir zwischen 13.30 und 14.30 h in Sahlenburg ein. Die aus Kiel und Raum Hamburg kommenden, haben die Fähre von Glückstadt nach Wischhafen genommen, war der kürzere Weg als durch den Elbtunnel. Pro Strecke wurden uns 17 Euro abgeknöpft. Wer darüber mehr Infos haben möchte, der kann hier nachschauen: www.elbfaehre.de

Nachdem der Parkplatz super voll war, musste die Letzte in der 2. Reihe parken. Nun mussten fix unsere Ponys reitfertig gemacht werden, denn spätestens um 15.00 Uhr sollte das Gepäck bei unserem Wattwagen abgegeben werden. Die Reiseklamotten wurden zusammengesucht und auf ging es zum Strand.
Ach, vielleicht sollte man erwähnen, dass diejenigen im Vorteil waren, die ihre Sachen auf dem Pferd transportieren konnten, auch wenn sie teilweise mit dem Gleichgewicht zu kämpfen hatten. Denn der Weg zum Strand war doch recht weit und die Arme wurden immer länger. Welches Pferd einen Westernsattel trug, wurde gleich zum Packesel umgetauft. Beim letzten Haus auf der rechten Seite kurz vor dem Strand stand auch schon der Wattwagen von unserem Quartier bereit.
Hier ein Foto als er gerade mit unserem Gepäch unterwegs ist

Auch andere Wattwagen hatten sich hier postiert. Für das Gepäck standen Treckeranhänger und für Mann, Frau, Kind standen Wattwagen zu Pferd bereit. Auch eine nette Idee, das Watt zu genießen. Für solche eine Fahrt wurden 15 Euro pro Strecke berechnet, nicht wenig, aber es lohnt sich bestimmt.

Nachdem alle Utensilen auf dem Treckeranhänger verstaut waren, ging es endlich ins Watt. “Jubel” Klaus musste auch gleich als Fotograf her halten, bevor wir uns auf den Weg nach Neuwerk machten.

Der Wattritt war einfach nur genial. So ne Weite, super Wetter… Sonne pur… Gut, dass sich fast alle mit Sonnencreme eingeschmiert hatten bzw. eine Kopfbedeckung trugen, denn durch den Wind spürte man die Sonneneinwirkung nicht wirklich. Diana war da leider etwas vergesslich, sie hatte sich weder eingeschmiert noch ne Kopfbedeckung und deshalb sah sie nach dem Ritt wie eine Tomate aus. Auch unsere Tinkis wurden gut eingeschmiert, besonders die mit den Schweinchennäschen.

Nur einmal sind wir vom abgesteckten Weg weggeritten. Doch da mussten wir feststellen, dass es einfach zu viele Priele gab, wo wir versackten. Somit haben wir das “vom Weg abreiten” aus Sicherheitsgründen sein gelassen. Was auch nicht weiter tragisch war. Unsere Puschelfüßler waren alle sehr brav. Es kam kein Wettstreitfeeling auf, auch nicht im Galopp! So konnten wir alle nebeneinander galoppieren, mit dem Nachteil, dass man von seinem netten Nachbarn den Dreck abbekam und so sahen die meisten von uns aus: schön gesprenkelt! Kostenlose Wattschlammkur! “ggg”

Ach, und dann gab es da noch einen Watt-Lauf von Neuwerk nach Sahlenburg oder so. Deswegen waren alle Parkplätze überfüllt. Die Leute vom THW haben auf der Hälfte der Strecke 2 Getränkestände aufgestellt und als wir auf der Höhe des zweiten Getränkestandes waren, haben die gerade Wasser in eine große Wanne aufgefüllt, um von dort aus Wasser in die Becher zu schöpfen. Sie meinten scherzhaft, für die Pferde zum saufen. “Haha” Das hätten die glatt gemacht, aber dann hat einer von den netten Herren uns was zu trinken angeboten, was wir gerne annahmen – bei der Sonneneinstrahlung. Natürlich mussten die erst mal ein Foto per Handy von uns machen. So nach dem Motto: “Unsere Läufer….!” Aber bei dem tollen Service… die Becher wurden uns gereicht und sogar wieder abgenommen. Sehr nett.
Man sollte noch erwähnen, dass uns ein Kamerateam gefilmt hat, anstatt die sportlichen Läufer!!
Übrigens waren wir der Blickpunkt am Strand/Watt. So oft sind wir als Gruppe noch nie von fremden Personen fotografiert worden. Ab und zu kam die Frage: “Was sind das für Pferde?” Irish Tinker! Unser Standardspruch. ;-)
Auf Neuwerk angekommen, gab es erst einmal ein Gruppenfoto (was sonst) und nun mussten wir den Weg zu unserer Übernachtungsmöglichkeit finden, “Hus achtern Diek”. War ja klar, dass wir erst mal den längeren Weg zum Haus genommen haben. Aber was solls, so waren unsere Pferde wenigstens richtig müde und die Reiter am verhungern. Schnell alles klären, Pferd auf die Weide bringen, Reitsachen wegbringen und die anderen Klamotten suchen, Schlafplatz besichtigen, feststellen, dass es super eng auf dem Strohboden werden wird, kurz frisch machen und schnell ins Restaurant Suppe essen. Währenddessen trudelte Klaus nach einem 3-stündigen Fußmarsch ein. Suppe war reichlich da, aber Gemüseeintopf… das hält nicht lange vor. Da musste erst mal ne ordentliche Portion Bratkartoffeln, Hawaii-Toast oder Pommes aufgetischt werden. Anschließend haben wir Klaus beim Zelt aufbauen geholfen.

Unsere Pferdis hatten eine schöne große Wiese für sich ganz allein. Später war erst mal Fotosession angesagt. Dana und Highlander waren unzertrennlich unser Traumpaar. “g” Ansonsten gab es noch die üblichen Gruppenbildungen… meine Stute… meine Herde…!


Abends wurde es dann richtig kalt. Wir haben uns den Sonnenuntergang auf dem Deich angesehen. “bibber” Und sind dann gleich auf dem Strohboden verschwunden.

Morgens um 8.00 h mussten wir schon wieder im Restaurant zum Frühstück sein. Mitten in der Nacht??? Unmöglich. Da war dann natürlich nichts mehr mit ausschlafen. Aber wenigstens mussten wir nicht mit den anderen unten frühstücken (Massenabfertigung), sondern wir durften oben mit Blick über den Deich in der Bar essen und konnten den Pferden (nicht unseren) und Kühen zusehen.

Am Sonntag mussten wir erst um 15.00 Uhr wieder zurück wegen der Flut. Nun, was macht man den ganzen langen Morgen??? Ist doch klar, Klamotten zusammenpacken und ab in die Sonne. Bis zum Mittag haben wir gebrutzelt oder auf dem Strohboden geschlafen. Nach dem Mittag holten wir unsere Pferdis von der Weide und ab ging die Post nach Sahlenburg. Das Gepäck wurde wie gehabt wieder im Wattwagen verstaut.
Klaus haben wir auf einen Teckeranhänger verfrachtet. (Fußkrank) “aua” War aber auch gut so. Wir mussten nicht mehr auf ihn in Sahlenburg warten und er konnte von uns ein paar tolle Actionfotos schießen (sind teilweise recht gut geworden ;-) aber auch verwackelt). Der Wagen hielt ja nun leider nicht extra deswegen an, unmöglich, hätte er ruhig knipsen können. “tss”
In Sahlenburg waren wir mal wieder der Blickfang schlecht hin. Naja, sahen fast alle recht gesprenkelt aus und weiß waren unsere Pferde bestimmt nicht mehr! Die reinste Schlammschlacht war das. “g” Aber einfach nur genial. Sollte man unbedingt gemacht haben.
Nachdem alle ihre Klamotten vom Wattwagen wieder hatten, ging es zu den Autos. Was für ein Glück, sie waren alle noch da! Kurze Erholung, Pferde grasen lassen, Klamotten verstauen und auf ging es Richtung Heimat. Wenn auch mit einigen kleinen Zwischenfällen beim Verladen. Aber alle sind heil wieder zu Hause angekommen.
Kleine Info für jeden, der auf Neuwerk gerne übernachten möchte: Alles schriftlich bestätigen lassen (mit Preisen)!!! Denn die erzählen einem am Telefon was anderes als vor Ort!!! Und dann kommt man Dank der Flut leider nicht wieder von dieser tollen Insel runter.
Für das nächste Mal hatten wir an diese Pension gedacht: www.wattfahrten.de Sie liegt direkt am Watt und sieht viel versprechend aus.
