VI. Tinkerweekend auf Gut Stockum
Donnerstag, den 02. Juni 2005
Allgemeine Anreise und Zusammenlegung der vielen wunderschönen Tinker.
Freitag, den 03. Juni 2005
10:00 Orientierungsrallye Reitdauer ca. 2 Stunden
Super Wetter wurde bestellt und wie sollte es anders sein, wenn Tinker auf zum Orientierungsritt starten. In 6er-Gruppen ritten wir nach Wegbeschreibung eine Strecke ab, bei der Fragen zur Umgebung beantwortet werden mussten, 3 Getreidesorten mitgebracht werden sollten, unterwegs überraschten uns Steffi und Petra mit Sackhüpfen und ein großer Fragebogen zu Irland, den ostfriesischen Inseln (z. B. wie viele Treppenstufen hat der alte Leuchtturm auf Wangerooge? Nenne 7 Ostfriesische Inseln von Ost nach West und einiges Allgemeines zu Pferden musste ausgefüllt werden, ohne Telefonjoker gar nicht zu schaffen. Schade.
15:30 Gruppenreiterspiele in Vollendung
Wir wurden in 8 Gruppen zu je ca. 6 bzw. 7 Teilnehmern aufgeteilt. Alles schön gemischt, damit auch ja jeder jeden kennen lernt. Es starteten immer 2 Gruppen gegeneinander. Fehlte in einer Gruppe jemand, dann musste ein Reiter aus der Gruppe 2x starten. Alles ging auf Zeit!
Die Gruppenreiterspiele wurden in 3 Spiele unterteilt
1. Spiel:
Es gab zwei Bistrotische auf denen jeweils ein Eimer stand. Beim Start war der Eimer mit Tennisbällen gefüllt. Vor dem zweiten Bistrotisch, der gegenüber in ca. 50 m stand, stand der 2. Eimer leer. Davor war in ca. 1 m Abstand vom Tisch Flatterband gespannt. Jetzt musste der Reiter einen Ball aus dem Eimer nehmen zum anderen Tisch rüberreiten und den Ball dort hineinwerfen. Alles auf Zeit und natürlich gegen die andere Gruppe. Wir hatten ca. 4 min. Zeit! Ganz simpel, oder?
Na ja in den meisten Fällen war es schon schwierig den Ball überhaupt aus dem Eimer zu bekommen, zum anderen Tisch rüber zu reiten war nicht so das Problem, aber dann erst mal überhaupt nahe genug an den anderen Tisch zu reiten und den Ball in den Eimer zu bekommen, da gingen die meisten Bälle schon mal daneben.
2. Spiel:
Es wurden 2 Tische als Start und Ziel aufgestellt, dazwischen standen Hütchen. Nun sollten die Gruppen einen auswählen, der auf dem Pferd die Augen verbunden bekommt. Jetzt sollte die Gruppe den blinden Reiter im Slalom vom Start bis zum Ziel bringen. Wer als erstes auf der anderen Seite war, hatte gewonnen.
Auch dieses war nicht ganz so einfach. Unsere Gruppe hatte den blinden Reiter ziemlich mittig genommen sozusagen mit unseren Pferden eingekreist. Es klappte ganz gut. Auch ist kein Pferd mit dem blinden Reiter durch die Halle getobt.
3. Spiel
War das Keyhole (Schlüsselloch), bestehend aus 2 Stangen längs liegend vorne und einem verschobenen Viereck hinten. Es gab wieder einen Tisch, der diesmal als Start und Ziel diente. Nun sollte der Reiter vom 1. Tisch um den 2 Tisch herum und gerade aus in das Keyhole, aber wichtig nicht drüber weg bzw. die Stangen berühren. Sich darin drehen und wieder raus um den Tisch zum Ziel.
Das klappte bei den meisten ganz gut. Wobei natürlich einige so übereifrig waren, dass Sie dann doch über die Stangen durch das Keyhole rannten.
Alle Spiele haben viel Spaß gemacht und in jeder Gruppe war glaube ich das Motto: „Spaß haben ist alles! Dabei sein ist gleich gewinnen!“
18.30 Uhr Tinker Trabrennen
Das Tinker Trabrennen fand auf einer riesig großen Weide statt. Gestartet wurde zu zweit. Wer als erstes im Ziel war und nicht mehr als 3 Galoppsprünge während des Rennens machte, der kam eine Runde weiter.
In der Endrunde starteten dann die letzten 3 Reiter, wovon den zweiten Platz Anke mit Amidala besetzte, ein Mitglied unseres Puschelfuß-Stammtisches-Nord. Juhu, wir sind stolz auf dich Anke!!! Es war nicht immer einfach, seinen Tinker auch im Trab zu halten. Manch einer wollte schneller sein.
Samstag, den 04. Juni 2005
10.30 Uhr Abritt zum Tagesritt
Das Wetter war schön kein Regen und von den Temperaturen war es für die Pferde richtig gut. Wir versammelten uns alle auf dem Hof. Es waren ca. 73 Reiter und 3 Kutschen! So ging es dann im Schritt erst mal los. Sobald eine größere Lücke entstand wurde gleich aufgeritten. Da wir bis zu den Feldwegen durch Bissendorf mussten, wurden jedes Mal für die ganze Truppe von dem Filmwagen und deren Helfern die Straßen abgesperrt. (Der Filmwagen war auch schon beim Fackelausritt dabei. Das ganze Wochenende wurde wie letztes Jahr auf Kamera festgehalten.) Super tolle Organisation. So konnte uns nichts passieren. Es war ein echt tolles Erlebnis, so viele unterschiedliche Tinker zu sehen! Ein beeindruckendes Bild, wenn man in einer Kurve zurückblickte und die ganze Reihe hinter einem gesehen hatte. Super! Nach ca. 1,5 Std. wurde die Gruppe in 3 Untergruppen unterteilt. Die Reiter, die jetzt galoppieren wollten, die mussten ganz nach vorne. Der Rest blieb hinten. Danach folgte die Gruppe mit dem Schulgalopp. Dann die Schrittgruppe. Nach der Galoppstrecke traf man sich wieder und die ganze Gruppe ist in ein Waldstückchen geritten, wo es dann Mittagessen gab. Für die Pferde waren Bänder zwischen den Bäumen gespannt worden, damit man Sie anbinden konnte. Somit konnte jeder in Ruhe Mittagessen gehen. Es gab Würstchen, Kartoffelsalat und nach Wunsch Ketchup oder Senf. Aber was natürlich echt der Hammer war, Sie hatten sogar ein Fassbier mitgebracht und es wurde frisch gezapft. Alkholfreies gab es natürlich auch. Weiterhin stand ein Pferdeanhänger bereit für evtl. Pferdchen, die nicht mehr nach Hause reiten konnten. Super toll. Nach etwas Rast ging es dann im Schritt weiter. Kurz vorm fast nach Hause weg, wurde die Gruppe noch einmal getrennt, für diejenigen die noch einmal galoppieren wollten. Das war jetzt aber so schön anzusehen, denn die Schrittstrecke und die Galoppstrecke verliefen parallel. So konnten die Schrittreiter genau verfolgen, wer die schnellsten Tinki´s besaß. Es ging alles so weit gut. Es war ein super langer Ausritt, aber einfach nur eindrucksvoll.
Sandra & Nurmi (kleiner Einblick aus unserer privaten Sicht):
Es fing alles ganz ruhig an. Mein Leihpony konnte es aber nicht wirklich so ab, wenn die anderen zu weit vorne waren, so dass der kleine Wildfang dann anfing auf der Stelle zu galoppieren. Ich war ganz überrascht, denn mein Tinker Sunrise hat so etwas noch nie gemacht. Nurmi war aber so lieb dabei, dass ich mich in keiner Sekunde unwohl fühlte. Es war eher wie auf einem etwas hibbeligen Schaukelpferd. Wenn ich eigentlich Schritt wollte, wollte er meistens einen Jog einlegen. Ich kann Euch sagen, der hat aber so einen super tollen Jog, so hätte ich den ganzen Tag ausreiten können. Das einzige was mir also wirklich etwas weh tat, war nicht der Hintern sondern meine Hände, da er öfter mal an den Zügel riss. Das einzige, was nicht wirklich so klasse war, war dass er nachher zum Schluss einmal nach einem anderen Pferd getreten hat. Zum Glück haben die Reiterin und das Pferd nichts abbekommen.
ab 16:00 Uhr Pferdewaage und Stockmaßermittlung
(Extrakosten ca. 10 €)
Nach der Rückkehr hieß es Pferde wiegen, die Pferdewaage war vor Ort. Es wurde gewogen, Stockmaß gemessen und ein Photo gemacht. Alle ringsum fingen an, Wetten abzuschließen, wie viel wohl so einige Tinker auf die Waage bringen.
Sonntag,den 05. Juni 2005
10:30 Großer Preis von Gut Stockum (Jump and Run)
Sonntagmorgen “Jump and Run”, ein witziges und doch nicht so ganz ungefährliches Unterfangen. Ein kleiner Parcours von 7 Sprüngen musste mit Pferd bewältigt werden und anschließend musste ein Läufer ebenfalls die Hindernisse überwinden. Das Ganze ging auf Zeit und Fehler/Verweigerungen zählten natürlich auch.
Jannin mit Merlin hatte mich Sandra als Läufer gewählt. Jannin hatte die ersten Sprünge gut überstanden, aber beim letzten hat es nicht so geklappt. Sie ist vorn auf das Horn mit Ihrem Mund gefallen und es hat gleich angefangen zu bluten, aber wie Sie nun mal ist, Sie hatte nix anderes im Kopf und ist mit Merlin zu mir, um mich abzuklatschen, damit ich losrennen konnte und wir evtl. mit noch Zeit einholen konnten. Ich war echt irritiert, aber ich rannte was das Zeug hielt. Meinen ersten Schock bekam ich schon beim 2 Hindernis (dummerweise hatte ich mir die Hindernisse vorher nicht angesehen) also sah ich erst kurz vorher, dass er doppelt war. Na ja Augen zu und rüber. Gott sei dank Jannin hatte nur die Lippe kaputt und die Zähne waren alle noch da. Es ging Ihr dann auch bald etwas besser.
Es war schön mit anzusehen, dass es doch einige Tinker gibt, die echt super springen können. Allen die daran teilgenommen haben noch mal große Auszeichnung! Super toll!!!
12:00 Showprogramm
Das anschließende Showprogramm begeisterte alle Teilnehmer und Zuschauer. Die Quadrille war spitze! Auch wenn einige Pferde vor den überquellenden Regenrinnen scheuten, so doll regnete es den ganzen Sonntag. Was die Quadrilleleute in den paar Tagen auf die Beine gestellt haben echt super, wir haben alle eine Zugabe verlangt und natürlich von den stolzen Reiterinnen bekommen. Ihr habt das klasse gemacht! Respekt!
13:30 Tinkerrennen um den Wanderpokal Tinker Weekend
Eigentlich war dann das Galopprennen angesagt, da es wegen dem Regen weder auf der Wiese noch auf dem Springplatz nicht ging, hatte Christian schnell mal umdisponiert. Es folgte ein so genanntes Barrel Race (na ja ziemlich abgewandelt, aber Hauptsache Spaß!) Es gab drei Stangen je antretenden Reiter! Man musste von der ersten Stange bis zur letzten reiten, da herum, dann wieder zur ersten, dann zur mittleren herum, dann wieder zur ersten herum, wieder bis zum Ende herum und dann zurück. Verstanden? :)
Alles auf Zeit und schnell um die Stangen. Problem war nur, dass es parallel lief und einige Reiter ihre Pferdchen nicht mehr richtig lenken konnten und somit fast miteinander kollidiert sind. Es sah teilweise ziemlich spektakulär aus. Tipp für das nächste Jahr, lieber einzeln starten und nur nach der schnellsten Zeit und der richtigen Reihenfolge gehen. Zum Glück für alle Reiter ist beim alternativen Galopprennen nix passiert.
14:30 Siegerehrung und Schlussaufstellung
Alle Teilnehmer vom Tinkertreffen haben sich noch einmal für die Siegerehrung in der Halle versammelt, mit oder ohne Pferd. Es gab für die Erst- und Zweitplatzierten super tolle Pokale und wir sind auch sehr stolz auf Anke/Amidala, die im Tinker Trabrennen den 2. Platz belegt hat und natürlich auf Diana/Mr. Ed, die mit Ihrer Gruppe vom Orientierungsritt den 1. Platz belegt hat, auf Jannin/Merlin und ihrer Gruppe von den Gruppenreiterspielen, die den 1 Platz belegten und auf mich (Sandra/Nurmi) und meiner Gruppe von den Gruppenreiterspielen, die den 2. Platz belegt hatten. Was soll ich sonst noch sagen, der Puschelfuß-Stammtisch-Nord scheint in der Verteilung gut abgeschnitten zu haben. Mädels wir sind stolz!!!
Sandra & Sunrise